Vorbeischneiten Freiheiten

 
Plakat Vorbeischneiten Freiheiten

Vorbeischneiten Freiheiten

Freiheiten auf Tastendruck vorbeischneien zu lassen – wer träumte nicht davon?

Matthias Binner drückt die Klaviertasten und singt und erzählt von Freiheiten, die ihn umweht haben: Als Kind lernte er in West-Berlin das Schlittenfahren auf den Trümmerbergen des Zweiten Weltkriegs („Die Ruinen Germanias“). Als Jugendlicher wurde er vor der mit Menschen gefüllten Mauer am Brandenburger Tor zum Postkarten-Motiv („Tatsächlich geschehen“). Und neulich erst, beim Tanz im Frühlingsregen („Auf der Terrasse“) – schneiten da nicht in dicken Flocken Freiheiten vorbei? Auch jede Liebesbeziehung ringt mit der Freiheit („Weit, weit offen“). Auch das vermeintlich freie Künstlerleben verstrickt sich in Windeseile in neuen Abhängigkeiten („Clipmicrophone“) – aber was wäre das für ein Leben ohne Verbindlichkeiten und Festlegungen („Lass mich nicht allein“)? Und doch fallen Freiheiten vom Himmel, immer wieder – sie wollen nur bemerkt sein („32 Gründe [noch nicht aufzugeben]“) .

Matthias Binners von Patrick Stauf inszeniertes Solo-Debut verbindet Lieder, Geschichten und launige Tänzchen, manchmal witzig, immer gewitzt. Star-Gast. Juliane Maria Wolff!

 

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