Feb
21
Fr
Code-switching: Wechsel
Feb 21 um 20:00 – 22:00

  • Was ist der Unterschied zwischen dem Subjekt und der nominativen Ergänzung in einem Satz?
  • Was ist Passiv und was Aktiv?
  • Warum ist das Mädchen in Deutschland ein Neutrum?

Wieso regiert das Verb und nicht der Mensch den Satz?Ist eine Konjunktion eine Injektion?

Was bedeutet TeKaMoLo?

Woher weiß ich, dass das Objekt ein Dativobjekt ist?

Woher weiß ich was überhaupein Objekt t ist?

Und was ist ` sein ´ ?

Diese und andere Fragen werden im Stück Code-switching: Wechsel gestellt, indem der deutsche Unterrichtsalltag in den zur Zeit viel besuchten Deutsch – als – Fremdsprache – Sprachkursen in Deutschland in den Fokus gezogen wird.
Vor allem aber werden in der Inszenierung von der gleichnamigen Autorin Samanta Beric andere Fragen in diesem Typ Unterricht relevant: Welche (sprachlichen) Missverständnisse können auftreten, wenn Menschen eine andere Sprache lernen wollen und müssen?
Und welche Beziehungen, Abneigungen, (Vor – ) Lieben und Abhängigkeiten können zwischen Menschen entstehen, die sich unfreiwillig in einem Raum täglich begegnen?
In den Spielsituationen werden dabei die Wünsche und Träume junger Menschen ausgesprochen, die ihr altes, syrisches, kolumbianisches, jemenitisches und spanisches Leben verlassen mussten – um in ein neues Leben, ein deutsches Leben einzutreten. – Wieviel sind sie bereit dafür zu geben?
Das Stück beschäftigt sich insbesondere mit Situationen, in denen die Beziehungsgeflechte zwischen Schülern und Lehrern verdichtet werden. Hierbei wird die eigene Muttersprache oftmals zur Hife und als eine Art Transfer zur Fremdsprache genutzt. Sprachlinguistisch ausgedrückt, findet dann meist ein Code-switching statt. Es wird zwischen zwei Sprachen innerhalb eines Satzes `geswitched´: der deutschen Sprache und der Herkunftssprache. –
Gesprochene Sätze, wie: “Türk misin? – oder bist du Deutsch?” sind in der Öffentlichkeit Berlins keine Seltenheit.
Im Spiel der Darsteller wird alsbald ersichtlich, dass diese Zuhilfenahme immer dann geschieht, wenn es innerhalb der eigenen Sprechsituation keine andere Möglichkeit der (sprachlichen) Verständigung mehr gibt.
Die Inszenierung versucht aufzuzeigen, dass sich ein Switch nicht nur zwischen den Sprachen vollzieht, sondern sich dann auch ein Wechsel zwischen Sprach – und damit auch Literaturwelten verselbständigen kann.
Hierbei werden Zitate aus Stücken, wie “Drei Schwestern” (A. Cechov) , “Der Sturm” (Skakespeare), “Gier” (Sarah Kane), “Der Schlaf” (Haruki Murakami), “Woyceck” (Büchner), etc. entnommen. – Literatur ist Sprache – Sprache führt zur Literatur. Sprache und Literatur sind Identität.
Diese Verschränkungen mit all ihren grotesken Widersprüchen im deutschen Lernalltag möchte das Stück näher bringen, um vielleicht zumindest diese Fragen beantworten zu können:

  • Besitzt der Lehrerberuf eine Zukunft?
  • Wieviel Schlaf verträgt der (deutsche) Unterricht?
  • Und warum ist das (s)Sein so schwer?

 

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57 Tickets verbleibend.

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Feb
22
Sa
Code-switching: Wechsel
Feb 22 um 20:00 – 22:00

  • Was ist der Unterschied zwischen dem Subjekt und der nominativen Ergänzung in einem Satz?
  • Was ist Passiv und was Aktiv?
  • Warum ist das Mädchen in Deutschland ein Neutrum?

Wieso regiert das Verb und nicht der Mensch den Satz?Ist eine Konjunktion eine Injektion?

Was bedeutet TeKaMoLo?

Woher weiß ich, dass das Objekt ein Dativobjekt ist?

Woher weiß ich was überhaupein Objekt t ist?

Und was ist ` sein ´ ?

Diese und andere Fragen werden im Stück Code-switching: Wechsel gestellt, indem der deutsche Unterrichtsalltag in den zur Zeit viel besuchten Deutsch – als – Fremdsprache – Sprachkursen in Deutschland in den Fokus gezogen wird.
Vor allem aber werden in der Inszenierung von der gleichnamigen Autorin Samanta Beric andere Fragen in diesem Typ Unterricht relevant: Welche (sprachlichen) Missverständnisse können auftreten, wenn Menschen eine andere Sprache lernen wollen und müssen?
Und welche Beziehungen, Abneigungen, (Vor – ) Lieben und Abhängigkeiten können zwischen Menschen entstehen, die sich unfreiwillig in einem Raum täglich begegnen?
In den Spielsituationen werden dabei die Wünsche und Träume junger Menschen ausgesprochen, die ihr altes, syrisches, kolumbianisches, jemenitisches und spanisches Leben verlassen mussten – um in ein neues Leben, ein deutsches Leben einzutreten. – Wieviel sind sie bereit dafür zu geben?
Das Stück beschäftigt sich insbesondere mit Situationen, in denen die Beziehungsgeflechte zwischen Schülern und Lehrern verdichtet werden. Hierbei wird die eigene Muttersprache oftmals zur Hife und als eine Art Transfer zur Fremdsprache genutzt. Sprachlinguistisch ausgedrückt, findet dann meist ein Code-switching statt. Es wird zwischen zwei Sprachen innerhalb eines Satzes `geswitched´: der deutschen Sprache und der Herkunftssprache. –
Gesprochene Sätze, wie: “Türk misin? – oder bist du Deutsch?” sind in der Öffentlichkeit Berlins keine Seltenheit.
Im Spiel der Darsteller wird alsbald ersichtlich, dass diese Zuhilfenahme immer dann geschieht, wenn es innerhalb der eigenen Sprechsituation keine andere Möglichkeit der (sprachlichen) Verständigung mehr gibt.
Die Inszenierung versucht aufzuzeigen, dass sich ein Switch nicht nur zwischen den Sprachen vollzieht, sondern sich dann auch ein Wechsel zwischen Sprach – und damit auch Literaturwelten verselbständigen kann.
Hierbei werden Zitate aus Stücken, wie “Drei Schwestern” (A. Cechov) , “Der Sturm” (Skakespeare), “Gier” (Sarah Kane), “Der Schlaf” (Haruki Murakami), “Woyceck” (Büchner), etc. entnommen. – Literatur ist Sprache – Sprache führt zur Literatur. Sprache und Literatur sind Identität.
Diese Verschränkungen mit all ihren grotesken Widersprüchen im deutschen Lernalltag möchte das Stück näher bringen, um vielleicht zumindest diese Fragen beantworten zu können:

  • Besitzt der Lehrerberuf eine Zukunft?
  • Wieviel Schlaf verträgt der (deutsche) Unterricht?
  • Und warum ist das (s)Sein so schwer?

 

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