Theater
Verlängertes Wohnzimmer
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Unsere nächste Veranstaltung
Dienstag, 31. März
20:00 Julies Rache
Premiere
Theater
How to embrace ugliness - Eine Lecture Performance nach Fräulein Julie
16,00 € | 12,00 €
TicketsProduktionen im Fokus
Theater
Julies Rache
Was passiert, wenn eine Figur sich weigert, so zu enden, wie ihr Autor es vorgesehen hat? Diese Lecture Performance bewegt sich zwischen TED-Talk, Archivarbeit und Tanztheater. Ausgangspunkt ist August Strindbergs Drama Fräulein Julie – ein kanonischer Text über Klasse, Geschlecht und Macht. Das Stück ist keine Neuinszenierung, sonder es wird seziert, befragt und körperlich durchgearbeitet. In einer Mischung aus Vortrag und Performance untersucht die Arbeit, wie Ideologien nicht nur in Texten existieren, sondern sich in Körper einschreiben: durch Erziehung, Blicke, Sprache, Konsum und soziale Ordnung. Klassentheorie erklärt Machtverhältnisse – doch was erklärt, warum sich ein weiblich sozialisierter Körper schämt, selbst wenn er politisch recht hat? Zwischen analytischer Klarheit und körperlicher Überforderung kippt der Vortrag immer wieder: Archive werden angelegt, Bilder stören, Videos überlagern den Raum. Der Körper gerät unter Druck, passt sich an, verliert Haltung. Julie erscheint nicht als Rolle, sondern als Prozess – als Figur, die aus Theorie, Zuschreibungen und Gewalt entsteht. Im Zentrum steht die Frage, wie patriarchale Klassenpolitik funktioniert: Wie kann ein Autor zugleich klassenkritisch und zutiefst frauenfeindlich sein? Wie wird Scham hergestellt? Und was passiert, wenn ein Körper beginnt, sich gegen seine eigene Formung zu wehren? Im Laufe des Abends emanzipiert sich Julie von ihrem Autor. Nicht als heroische Befreiung, sondern als riskanter, widersprüchlicher Akt. Tanz wird zum Widerstand: gegen Ordnung, gegen Zuschreibung, gegen das vorgezeichnete Ende. Diese Lecture Performance beginnt als Ted-Talk und entwickelt sich zu einem performativen Akt des Widerstands
Infos & TermineDialog & Lesung
Ole Lucoje "Pazifist mit Gewaltfantasien"
Ole Lucoje stellt keine großen Fragen und beantwortet wahrscheinlich auch keine konkret. – Er beschreibt sie,
vielleicht. Dabei scheut er die klassische Shorty Story ebenso wenig wie knalligen Humor und bekennt:
»Fun, Fun Fun, denk, denk, denk. – Schaden kann aktuell beides nicht.«
In seinem Debüt zieht der Berlin/Brandenburg-Poetry-Slampion viele Register: Geschichten mit starker Bild-
sprache, die häufig ins Groteske kippen und einen Sinn für Tragik offenbaren, seine gefeierten Bühnentexte
sowie satirisch-essayistische Auseinandersetzungen mit der Überforderung eines jungen Zwangsneurotikers im
großstädtischen und studentischen Alltag.
Jung, hochkomisch, nachdenklich und unbedingt unterhaltsam mit einem Anspruch auf mehr - Bühne frei!
Infos & TermineTalk
Die Leselounge
Die Leselounge bringt Lesung, Konzert und Open Mic auf eine Bühne. Autor*innen – ob bereits veröffentlicht oder ganz neu dabei – lesen aus ihren Texten und nehmen anschließend auf unserer Couch Platz. Dort wird nachgehakt und ausgefragt: über Inspiration, Lieblings- und Hassmetaphern und das Leben als Autor*in. Die gemütliche Couch wird dabei schnell zum heißen Sofa.
Musiker*innen aller Genres liefern den Soundtrack des Abends und wechseln sich mit den Lesungen ab. Und auch sie werden im Anschluss interviewt.
Neu dabei: Open Mic!
Wir öffnen unsere Bühne für das Publikum. Zwei bis drei Autor*innen oder auch Musiker*innen bekommen die Chance, spontan eigene Texte oder Songs zu präsentieren.
Ein Abend zum Zuhören, Mitreden und Auftreten – offen, lebendig und nah dran.
Infos & Termine