Theater
Verlängertes Wohnzimmer
Verlängertes Wohnzimmer

Unsere nächste Veranstaltung
Freitag, 20. März
Gesamter Spielplan Produktionen im Fokus
Theater
Weltkrieg der Künste
Ein Theaterstück von Kai S. Zeitner
Roxy muss den größten Kunstwettbewerb aller Zeiten gewinnen, um die Welt zu retten. Ihr Vorteil: Sie kommt aus der Zukunft.
Die Geschichte bewegt sich zwischen Komödie und Tragödie und begleitet unterschiedliche Figuren an den womöglich bedeutsamsten Tagen ihres Lebens.
Euch erwarten Rap, Poetry, Schauspiel sowie Musik in verschiedensten Formen – und vieles mehr.
Dauer: 180 Minuten mit Pause
Infos & TerminePoetry Slam
Wohnzimmer Slam
Der Poetry Slam im Theater Verlängertes Wohnzimmer.
In mehreren Runden treten Profis, ambitionierte Fortgeschrittene, talentierte Newcomer und natürlich grundsolide Standardqualitäts-Slammer:innen gegeneinander an. Das Publikum entscheidet, wer ins Finale vorrückt und schließlich als Sieger:in vom (sehr langen) Wohnzimmer über den Flur, an der Bar vorbei, wieder in den Friedrichshain stolpern darf. Stolpern? Nein, schreiten. Stolzieren! Herzlich Willkommen beim Wohnzimmer Slam Berlin.
Infos & TermineTheater
Julies Rache
Was passiert, wenn eine Figur sich weigert, so zu enden, wie ihr Autor es vorgesehen hat? Diese Lecture Performance bewegt sich zwischen TED-Talk, Archivarbeit und Tanztheater. Ausgangspunkt ist August Strindbergs Drama Fräulein Julie – ein kanonischer Text über Klasse, Geschlecht und Macht. Das Stück ist keine Neuinszenierung, sonder es wird seziert, befragt und körperlich durchgearbeitet. In einer Mischung aus Vortrag und Performance untersucht die Arbeit, wie Ideologien nicht nur in Texten existieren, sondern sich in Körper einschreiben: durch Erziehung, Blicke, Sprache, Konsum und soziale Ordnung. Klassentheorie erklärt Machtverhältnisse – doch was erklärt, warum sich ein weiblich sozialisierter Körper schämt, selbst wenn er politisch recht hat? Zwischen analytischer Klarheit und körperlicher Überforderung kippt der Vortrag immer wieder: Archive werden angelegt, Bilder stören, Videos überlagern den Raum. Der Körper gerät unter Druck, passt sich an, verliert Haltung. Julie erscheint nicht als Rolle, sondern als Prozess – als Figur, die aus Theorie, Zuschreibungen und Gewalt entsteht. Im Zentrum steht die Frage, wie patriarchale Klassenpolitik funktioniert: Wie kann ein Autor zugleich klassenkritisch und zutiefst frauenfeindlich sein? Wie wird Scham hergestellt? Und was passiert, wenn ein Körper beginnt, sich gegen seine eigene Formung zu wehren? Im Laufe des Abends emanzipiert sich Julie von ihrem Autor. Nicht als heroische Befreiung, sondern als riskanter, widersprüchlicher Akt. Tanz wird zum Widerstand: gegen Ordnung, gegen Zuschreibung, gegen das vorgezeichnete Ende. Diese Lecture Performance beginnt als Ted-Talk und entwickelt sich zu einem performativen Akt des Widerstands
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